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SPD Dittelsheim-Heßloch-Frettenheim.

Radwege-wo sind sie geblieben? :

Aktuell

Radweg für Dittelsheim-Heßloch

 

Wo bleibt der Radweg?

 

Zurecht fragen sich die Einwohner von Dittelsheim-Heßloch, wann endlich der Radweg eingerichtet wird, auf den die Bürger seit Jahren warten.

Bereits 2014 wurden 60.000 EUR in den Haushalt der Ortsgemeinde eingestellt, mit dem Ziel einen Radweg nach Frettenheim einzurichten. Alle Fraktionen waren dafür und auch der Gemeinderat von Frettenheim sprach sich für das Vorhaben aus. Dieses wurde aber nicht zeitnah umgesetzt, weil zunächst von der VG geprüft werden sollte, welche Fördermöglichkeiten dafür in Anspruch genommen werden könnten. Dieser Prozess zieht sich nun seit Jahren hin und verständlicherweise wächst inzwischen der Unmut in der Bevölkerung, weil sich noch immer kein Realisierungstermin abzeichnet. Das Argument der fehlenden Förderung akzeptieren die Einwohner inzwischen nicht mehr, nachdem in der Nachbargemeinde Gau Odernheim dieses Jahr ein Radweg nach Biebelnheim für mehr als 600.000 EUR eröffnet und inzwischen auch eine durchgängig befestigte Verbindung von Gau Odernheim nach Hillesheim fertiggestellt wurde.

 

„Warum kriegt ihr das nicht hin?“ Diese Frage wird uns nun immer öfter gestellt.

Als die SPD-Fraktion nach der Anfrage eines Bürgers in der Gemeinderatssitzung am 21.8.2018 das Thema wieder aufgriff, erläuterte VG-Bürgermeister Wagner  die aktuelle Radwegesituation in der Verbandsgemeinde und gestand ein, dass für die Ortsgemeinden Dittelsheim-Heßloch und Frettenheim die Anbindung an das Radwegenetz im Süden der Verbandsgemeinde fehlt, konnte aber keine absehbare Lösung für dieses Problem anbieten. Das Radwegekonzept, das Herr Wagner 2017 den Ortsbürgermeistern vorstellte und weiterentwickelt werden sollte, tritt seither auf der Stelle. Für die Schließung der damals festgestellten Lücken gibt es offenbar noch immer weder einen Plan, noch einen Termin. Die Einrichtung eines Radweges entlang der L425 Richtung Westhofen wurde beim Neuausbau derselben versäumt. Auch die von uns favorisierte Anbindung an das überregionale Radwegenetz im Norden – zunächst an den Selztalradweg - wurde bislang nicht weiterentwickelt. Man befinde sich in Gesprächen mit dem Winzer- und Bauernverein, da die Radwegeverbindungen vorzugsweise auf Wirtschaftswegen verlaufen sollen, lautete lediglich Herrn Wagners Begründung.

 In der anschließenden Diskussion wurden wieder die alten Bedenken der Bauern und Winzer vorgetragen, dass mit dem Radverkehr auf Wirtschaftswegen mit Konflikten bei der Bearbeitung der anliegenden Flächen zu rechnen sei und wer für Beseitigung der durch die Landwirtschaft verursachte Verschmutzung der Radwege zuständig sein solle. Schließlich stellte man sogar die Frage: „Wofür brauchen wir denn Radwege?“

Ganz abgesehen vom Faktor Tourismus müssen wir offenbar noch einmal daran erinnern, dass etliche Kinder aus Frettenheim die Kindergärten und die Schule in Dittelsheim-Heßloch besuchen. Diese würden im Sommer gerne mit dem Rad kommen. Bisher nutzen aber weder die Kinder noch die Eltern das Fahrrad, da der Weg auf der Landstraße einfach zu gefährlich ist.

Außerdem gibt es inzwischen einen Supermarkt in Hillesheim. Dieser wäre von Frettenheim aus problemlos mit dem Fahrrad zu erreichen, so dass man nicht zwingend mit dem Auto zum Einkaufen fahren müsste.

Offenbar sind die Bauern und Winzer in Gau-Odernheim diesbezüglich ein ganzes Stück weiter. Denn die neu geschaffene Verbindung nach Hillesheim führt auf Gau-Odernheimer Gemarkung ein ganzes Stück weit durch Weinbergsgelände und wurde trotzdem problemlos realisiert.

Für die Anbindung von Dittelsheim-Heßloch an diesen Radweg müssten ca. 800 m vom Sportplatz in Dittelsheim bis zum Betonweg befestigt werden. Weitere 400 m bis zum Frettenheimer Wasserhäuschen und von dort noch weitere 300 m, bis der Teerweg wieder beginnt, kämen dazu. Dann wäre die Verbindung nach Frettenheim fertig. Von Frettenheim aus fehlen nur ca. 200 m am ehemaligen Hillesheimer Bahnhof und die Verbindung wäre komplett. Diese Variante, bei der lediglich 1,7 km befestigt werden müssten, dürfte deutlich unter dem Preis von 600.000 EUR liegen, die allein der Radweg nach Biebelnheim gekostet hat.

Inzwischen haben wir Kontakt aufgenommen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) in Mainz, um zu klären, wie uns deren Organisation bei unserem Vorhaben unterstützen könnte. Dort zeigte man sich durchaus interessiert an der Idee die beiden Ortsgemeinden Dittelsheim-Heßloch und Frettenheim an das überregionale Radwegenetz anzubinden. Schließlich hätten wir auch in touristischer Hinsicht einiges zu bieten.  Wir sprachen diesbezüglich über den Kloppberg, die Heidenturmkirche, den Jüdischen Friedhof, die Mariensäule, den Weißen Stein und Frau Tsudome, die Geschäftsführerin des ADFC, sagte zu, mit Bürgermeister Wagner und dem Ortsbürgermeister von Hillesheim dazu Kontakt aufzunehmen, um die Möglichkeit einer Realisierung zu erörtern.

Bei uns hat das Thema inzwischen Priorität 1. Deshalb werden wir weiter am Ball bleiben und dafür sorgen, dass es in jeder Gemeinderatssitzung angesprochen wird. 2019 im Mai ist wieder Kommunalwahl. Bis dahin wollen wir eine verbindliche Aussage, wie und bis wann die Realisierung des Radweges erfolgt.

 

Ihre SPD-Fraktion im Gemeinderat

 

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